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2. Mangelhafte Ernährung!

2. Mangelhafte Ernährung!

Wie bereite ich die Prüfung gesundheitlich vor?

Dr. Joachim von Hein, seit über 20 Jahren staatlich bestellter Prüfer, antwortet:

Ein wichtiges Thema der Vorbereitung ist die gesundheitliche Einstimmung. Wie sollte die Ernährung und die sonstige allgemeine Vorbereitung aussehen?

Die Prüflinge weichen am Tag des Kolloquiums besser nicht von ihrem normalen Frühstücksprogramm ab. Sie nehmen sich ein paar Frühstücksbrote und Getränke mit. Hier gilt die Wahlkampfparole von Konrad Adenauer 1953: „Keine Experimente“.

Das gilt auch für das übliche Sportprogramm. Wer täglich morgens eine halbe Stunde joggt, sollte das auch am Prüfungstag tun – wer das nicht macht, sollte bitte nicht ausgerechnet am Prüfungsmorgen damit anfangen!

Im Stress des bevorstehenden Examens vergessen manche Kandidaten das Essen – und vor allen Dingen das Trinken. Deshalb vernünftige Speisen und Getränke einpacken – und nicht nur Süßigkeiten.

In den Prüfungsraum bringen die Prüflinge eine Tasche mit. Das sollte keine Plastiktasche und kein Jutebeutel oder ähnliches sein, sondern etwas Seriöses aus Leder usw. Diese Tasche steht die ganze Zeit im Prüfungsraum neben dem Tisch und mache Prüfer werfen einen neugierigen Blick darauf.

Es ist in den meisten Prüfungsordnungen verboten, ein Handy mit in die Prüfung zu nehmen, deshalb darf es auch nicht aus Versehen in dieser Tasche landen. Das gilt auch für Diktaphone oder sonstige Aufnahmegeräte – so spannend es wäre, sich die eigene Prüfung hinterher noch einmal anhören zu können, es ist verboten. Schlimmstenfalls könnte der Prüfungsausschuss das als einen schweren Verstoß gegen die Prüfungsordnung werten – und die Kandidaten wären „durchgefallen“.

In die Tasche gehört ein weiteres Exemplar der Bachelor- oder Masterthesis (wegen eventueller Nachfragen), eine (geschlossene!) Flasche mit stillem Wasser, mehrere Stifte, ein nicht programmierbarer Taschenrechner, ein Wecker ohne Alarm, Papiertaschentücher, ein oder mehrere Butterbrote, eine Banane oder anderes Obst – und für den Notfall eine Beruhigungs-, eine Kopfschmerz- und eine Durchfall-Tablette!

Bei manchen Prüflingen ist der Stress an den Tagen vor dem Kolloquium sehr massiv und sie müssen sich zum Essen und Trinken zwingen. Pro Tag werden mindestens anderthalb Liter Flüssigkeit empfohlen. Viele Kandidaten ziehen ein stilles Wasser ohne Kohlensäure Sprudelgetränken vor, weil sie es vermeiden wollen, aufstoßen zu müssen.

 

Auf besondere Medikamente oder sonstigen Stimulanzien ist zu verzichten. Das gilt auch für Alkohol vor der Prüfung. Es mag sein, dass ein Schnaps die Zunge löst. Viel entscheidender ist, dass mit dem Alkohol ein Teil der Konzentration verloren geht – und darauf kommt es viel mehr an, als auf eine lockere Zunge.

 

 

Merke Ein Schnaps macht die Menschen nicht klüger – aber müder!

 

 

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