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3. Fehler: Zu spätes Ankommen!

Wie reise ich enspannt zur Prüfung an?

Dr. Joachim von Hein, seit über 20 Jahren staatlich bestellter Prüfer, antwortet:

Ein häufig vernachlässigtes Thema ist die entspannte und rechtzeitige Anreise. Ausgerechnet am Tag des Kolloquiums kommt es zu einem Verkehrsstau, der Zug fällt aus oder das Auto springt nicht an. Für diese Situationen sollten alle Prüflinge einen Plan B im Kopf haben. Beispiele dafür wären entleihbare Fahrzeuge oder Mitfahrgelegenheiten bei Freunden und Bekannten oder das rechtzeitige Heraussuchen einer Telefonnummer von Taxiunternehmen am Vortag.

Die Prüflinge sollten bedenken, die Aufregung vor einer Prüfung gehört zu den massivsten Stresserlebnissen des ganzen Lebens. Der Körper ist in allerhöchster Alarmstimmung. Deshalb sollten die Prüflinge sehr gut überlegen, ob sie sich an diesem wichtigen Tag dem Stress des Autofahrens aussetzen wollen – oder sich nicht doch lieber fahren lassen.

Viele Verwandt, Freunde oder Eltern sind gerne zu solchen Chauffeurdiensten bereit und bemühen sich dann auch um eine ruhige Fahrweise.

Was viele Beteiligte nicht bedenken: Die Kandidaten sind nicht die einzigen, die am Prüfungstag ihr Auto in der Nähe der Hochschule abstellen. Es gibt daher unerwartete Parkplatzprobleme. Wenn jetzt erst umständlich nach einem Abstellplatz gesucht werden muss, kostet das unnötig Zeit und Nerven.

Grundsätzlich ist bei wichtigen Terminen je nach Strecke eine halbe Stunde zusätzliche Fahrzeit einzuplanen. Das gilt nicht nur bei Prüfungen, sondern auch bei sonstigen wichtigen Terminen, wenn zu spätes Erscheinen unangenehme, teure oder peinliche Folgen hätte.

Ob die Prüflinge am Abend zuvor anreisen sollten, kommt ganz auf den Einzelfall an. Eine längere Anfahrt früh am Morgen wäre für die meisten Prüflinge eine zusätzliche Belastung, die sich negativ auf das Examensergebnis auswirken kann.

Wer dagegen Probleme hat, in ungewohnten Betten zu schlafen und dort nicht zur Ruhe kommt, wäre ebenfalls beeinträchtigt. Für Kandidaten mit weiter Anreise wäre es meistens angenehmer, wenn die Prüfungstermine am Nachmittag lägen.

Wenn die Prüfungsämter rechtzeitig über solche Sonderwünsche der Kandidaten schriftlich informiert werden, können sie das auch berücksichtigen – verpflichtet sind sie dazu allerdings nicht. Notfalls muss der Prüfungstermin verschoben werden.

 

Merke Eine entspannte Anreise trägt zum Prüfungserfolg bei!

 

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